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Von wegen wild: Pferdegeschichte wird umgeschrieben

Wissenschaft

Freitag, 23. Februar 2018 - 07:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Lawrence/Kopenhagen. In den Steppen der Mongolei leben seit einigen Jahren wieder Exemplare der fast ausgestorbenen Przewalski-Pferde. Doch eine neue Studie zeigt: Echte Wildpferde sind sie nicht.

Ein Przewalski-Pferdauf einer Wiese. Foto: Lee Boyd/Illustration

Bislang galten Przewalski-Pferde als die letzten Wildpferde der Welt. Jetzt zeigt eine Studie: Die robusten Tiere mit ihren dicken Fellen und Borstenmähnen sind gar keine echten Wildpferde, sondern - ähnlich wie Mustangs - nur verwildert.

Sie stammen von gezähmten Botai-Pferden ab, die bislang als Ursprung aller domestizierten Pferde galten. Nach dem überraschenden Ergebnis einer Genom-Studie müsse die Pferdegeschichte also ein Stück umgeschrieben werden, berichten internationale Forscher im Fachjournal „Science“. Und: Echte Wildpferde gibt es demnach nicht mehr auf der Welt.

„Das war eine Riesen-Überraschung“, bilanziert die Mitautorin Sandra Olsen von der University of Kansas in einer Mitteilung. Die Archäologin leitete Ausgrabungen an den historischen Botai-Orten im nördlichen Kasachstan.


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