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In- und Ausland

Vorläufiges Obduktionsergebnis nach Hundeattacke erwartet

Notfälle

Donnerstag, 5. April 2018 - 07:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Hannover. Ein Kampfhund soll in Hannover eine 52-Jährige und ihren erwachsenen Sohn getötet haben. Die niedersächsische Landeshauptstadt muss nun entscheiden, ob das Tier eingeschläfert wird.

Nach einer ersten Untersuchung eines Rechtsmediziners starben die 52-jährige Frau und ihr 27 Jahre alter Sohn infolge des Hundeangriffes. Foto: Peter Steffen

Nach der Hundeattacke in Hannover mit zwei Toten wird heute der vorläufige Obduktionsbericht erwartet. Ein Staffordshire-Terrier-Mischling soll seine 27 und 52 Jahre alten Besitzer in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus getötet haben.

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Nach einer ersten Untersuchung eines Rechtsmediziners starben die 52-jährige Frau und ihr 27 Jahre alter Sohn infolge des Hundeangriffes. Die Staatsanwaltschaft Hannover ordnete nach dem Unglücksfall vom Dienstagabend eine Obduktion an. Es gehe darum, die genaue Todesursache zu ermitteln, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thomas Klinge.

Der Hund wurde nach der Attacke am Dienstagabend von der Feuerwehr in der Wohnung eingefangen und in ein Tierheim gebracht. Die Stadt Hannover muss entscheiden, ob das Tier eingeschläfert wird. Dazu werde der Hund durch einen Veterinärmediziner der Stadt Hannover begutachtet, teilte ein Stadtsprecher mit. Zunächst wolle man aber das Obduktionsergebnis abwarten.

Nach Berichten von Anwohnern saß die 52-Jährige im Rollstuhl und der 27-Jährige war schwer krank. Er soll den Terrier in einem Metallzwinger in seinem Zimmer gehalten und tagsüber nicht ausgeführt haben.

Jährlich sterben in Deutschland im Schnitt drei bis vier Menschen an Hundebissen oder nach Hundestößen. Das Statistische Bundesamt zählt zwischen 1998 und 2015 insgesamt 64 Todesopfer.

In Niedersachsen sind dem Agrarministerium zufolge von knapp 350.000 Hunden im Melderegister etwa 460 Tiere als gefährlich gekennzeichnet. In Hannover wurden dem Stadtsprecher zufolge seit 2013 insgesamt 32 Hunde als gefährlich eingestuft. Acht Halter durften ihre Tiere nach einem erfolgreichen Wesenstest unter Auflagen behalten, in weiteren Fällen läuft das Verfahren noch. Vier Hunde mussten getötet werden. Neun Hunde wurden im Tierheim abgegeben oder nach einer Sicherstellung dorthin gebracht.

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