Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Wehrbeauftragter: Keine weiteren Einsätze der Marine

Verteidigung

Sonntag, 11. Februar 2018 - 09:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Nach dem Willen des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), soll die deutsche Marine an keinen weiteren Einsätzen teilnehmen.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels. Foto: Rainer Jensen

Anzeige

„Es sollte keine neue maritime Mission für Nato, EU oder UNO mehr dazukommen“, sagte Bartels der „Bild am Sonntag“. Denn, so warnte der Wehrbeauftragte: „Der Marine gehen die einsatzfähigen Schiffe aus.“ Gründe seien ein Ersatzteilmangel, der zu längeren Werftaufenthalten führen würde, sowie Bürokratie. „Es gibt zu viele Zuständigkeiten auf der Ämterseite, Personalmangel und manchmal vielleicht auch Firmen die sich gern so lange wie möglich an einen einmal erteilten Auftrag festhalten.“

Eines der drei größten Marine-Schiffe, der Einsatzgruppenversorger „Berlin“, sollte seit März 2017 eigentlich für anderthalb Jahre in der Werft sein, hieß es. Nach einem internen Instandsetzungs-Bericht der Marine, der dem Blatt vorliegt, soll die Werftliegezeit aber deutlich länger dauern. Das gelte auch für den Einsatzversorger „Bonn“, der sich ebenfalls in einer Werft befinde. Selbst einfache Ersatzteile wie Einspritzpumpen oder Ölkühler habe die Marine nicht im Depot. Die Lieferzeiten betrügen bis zu sechs Monate.

Die „Ausmusterung“ alter Schiffe funktioniere unterdessen gut, so Bartels. „Sechs alte von unseren 15 Fregatten wurden außer Dienst gestellt, aber von den neuen 125er Fregatten konnte noch immer keine einzige in die Marine übernommen werden.“

Ihr Kommentar zum Thema

Wehrbeauftragter: Keine weiteren Einsätze der Marine

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha

Anzeige
Anzeige