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In- und Ausland

Weidel: Regierungsbündnisse von CDU und AfD werden kommen

Parteien

Freitag, 29. November 2019 - 11:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Erste Regierungsbündnisse zwischen CDU und AfD sind nach Einschätzung der AfD-Fraktionschefin im Bundestag, Alice Weidel, nur noch eine Frage der Zeit: „Manche Gebietsverbände der CDU wollen mit der AfD zusammenarbeiten, der informelle Austausch zwischen AfD und CDU läuft da doch längst“.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel am Mittwoch während der Generaldebatte zum Bundeshaushalt 2020. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Dies gelte für den Osten insgesamt. „Vor Ort sind die Leute im Austausch“, sagte sie der „Rheinischen Post“. Wenn die CDU-Parteiführung das von oben herab verbieten wolle, zeige das, wie weit weg sie von der Realität sei. „Die CDU im Osten ist teilweise deutlich weiter als man in Berlin glaubt. Das können sie nicht mehr aufhalten.“

Die CDU hatte im Dezember 2018 auf ihrem Parteitag in Hamburg zum wiederholten Mal beschlossen, „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland abzulehnen.

Unterdessen ist AfD-Chef Alexander Gauland nach eigenen Angaben bei der bevorstehenden Wahl zum Parteivorsitz für alle Kandidaten offen. „Ich will gar niemanden verhindern“, sagte Gauland am Freitagmorgen im Deutschlandfunk.

Gauland selbst wird voraussichtlich nicht mehr für einen Posten im Bundesvorstand kandidieren, will sich seine Aufstellung aber bis zuletzt offen halten. Für seine Last-Minute-Kandidatur sind nach Aussage des 78-Jährigen „mehrere Konstellationen denkbar“. Zum Beispiel, dass keiner „der Kandidaten eine Mehrheit bekommt.“

Gauland stellte vor dem Bundesparteitag am Wochenende erneut klar, dass er nicht an der Bürgerlichkeit umstrittener AfD-Politiker zweifelt. „Ich wüsste jetzt nicht, warum Björn Höcke nicht bürgerlich sein soll“, sagte der AfD-Politiker. Auch der für den Vorstand kandidierende Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio sei genauso bürgerlich wie er selbst oder der „Flügel“-Vertreter Andreas Kalbitz.

Als Wunschkandidat von Gauland für die Wahl zum Parteivorsitz am Wochenende gilt der Bundestagsfraktionsvize Tino Chrupalla aus Sachsen. Chrupalla kann auf die Unterstützung des sächsischen Landesverbandes und des rechtsnationalen „Flügels“ bauen. Auch AfD-Fraktionschefin Alice Weidel hatte erklärt, sie könne sich Chrupalla in einer wichtigen Rolle vorstellen.

Nach Ansicht der Ex-AfD-Vorsitzenden Frauke Petry ist ihre ehemalige Partei wegen Gauland mittlerweile in der Hand des „Flügels“. Höcke und andere Radikale hätten längst das Ruder übernommen, sagte Petry am Freitag im „Frühstart“ von RTL/n-tv. „Sie brauchen einen schwachen Vorsitzenden, damit jeder weiterhin machen kann, was er möchte.“

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