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Welcher Begriff wird „Wort des Jahres 2017“?

Gesellschaft

Freitag, 8. Dezember 2017 - 09:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Wiesbaden. Es gibt Wörter und Begriffe, die irgendwie typisch für ein Jahr sind. Die Gesellschaft für Deutsche Sprache kürt daher jedes Jahr ein „Wort des Jahres“. Nun ist es wieder soweit - welcher Begriff folgt auf „postfaktisch“?

Die Experten-Jury wertet mehrere tausend Fundstellen in Medien und externe Vorschläge aus, um aus den zehn wichtigsten Wörtern des Jahres eine Rangliste zu erstellen. Foto: Jens Büttner

Die Gesellschaft für deutsche Sprache verkündet heute in Wiesbaden das „Wort des Jahres“. Es geht dabei um einen Begriff, der nach Ansicht der Experten die öffentliche Diskussion in den vergangenen zwölf Monaten am meisten geprägt hat.

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In diesem Jahr dürften unter anderem die Begriffe „Jamaika“ und „Ehe für alle“ zu den Kandidaten zählen. Für die Auswahl entscheidend ist der Sprachgesellschaft zufolge aber nicht, wie häufig ein Ausdruck benutzt wurde. Es geht vielmehr um seine Signifikanz, Popularität und sprachliche Qualität. Die Experten-Jury wertet mehrere tausend Fundstellen in Medien und externe Vorschläge aus, um aus den zehn wichtigsten Wörtern des Jahres eine Rangliste zu erstellen. Eine Wertung oder Empfehlung ist damit aber nicht verbunden.

2016 war der Begriff „postfaktisch“ ausgewählt worden, im Jahr zuvor „Flüchtlinge“. Die Berliner „Lichtgrenze“ zum Mauerfall-Jubiläum war das „Wort des Jahres“ 2014. Den sprachlichen Nerv der Zeit hatten in den Jahren zuvor - nach dem Urteil der Jury - die Abkürzung „GroKo“ für Große Koalition (2013), die „Rettungsroutine“ (2012) und der „Stresstest“ (2011) getroffen.

Die Aktion der Gesellschaft wurde 1977 ins Leben gerufen, seitdem wird jedes Jahr das „Wort des Jahres“ gekürt. Unabhängig davon wählt eine andere Jury aus Sprachwissenschaftlern und Journalisten jedes Jahr ein „Unwort“ des Jahres - Anfang 2018 wird es verkündet. Für 2016 war der Begriff „Volksverräter“ zum „Unwort des Jahres“ erklärt worden.

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