In- und Ausland

Weniger Plastik: Umweltministerin will Selbstverpflichtung

Abfall

Mittwoch, 28. November 2018 - 13:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Mehr Wasserspender an öffentlichen Orten, geringere Herstellergebühren für recyclingfreundliche Verpackungen, deutlichere Kennzeichnung von Einweg- und Mehrwegflaschen - Bundesumweltministerin Svenja Schulze stellt in Berlin einen Fünf-Punkte-Plan gegen unnötige Plastikprodukte vor.

Svenja Schulze stellt auf einer Pressekonferenz im Bundesumweltministerium ihren Fünf-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling vor. Foto: Wolfgang Kumm

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will nach einem Medienbericht mit dem Handel eine Selbstverpflichtung zur Reduzierung von Plastikmüll vereinbaren.

Es gehe unter anderem darum, unnötige Plastikverpackungen von Obst und Gemüse zu vermeiden, für die es Alternativen wie Laser-Kennzeichnungen oder Mehrweg-Obstnetze gebe, schreiben die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vorbild sei die Vereinbarung des Handels und des Umweltministeriums aus dem Jahr 2016, nach der Plastiktragetüten nicht mehr kostenlos abgegeben werden.

Vertreter des Handels, der Hersteller sowie von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden sollen dem Bericht zufolge schon in der kommenden Woche zu entsprechenden Gesprächen eingeladen werden.

Schulze will heute in Berlin einen Fünf-Punkte-Plan gegen überflüssigen Plastikmüll und für mehr Recycling vorstellen. Damit will die SPD-Politikerin eine „Trendwende“ einleiten, von der Vermeidung von Plastik bis hin zu internationalen Hilfsmaßnahmen. Dies soll auch dazu führen, die Vermüllung der Weltmeere einzudämmen.

Allein in Deutschland fallen pro Jahr rund drei Millionen Tonnen Plastikmüll an. Foto: Stefan Sauer

Svenja Schulze will einen Fünf-Punkte-Plan gegen überflüssigen Plastikmüll und für mehr Recycling vorstellen. Foto: Daniel Bockwoldt

Der Kampf gegen Einweg: Das Pfand-Logo auf einer Plastikflasche. Foto: Lukas Schulze

Ungeachtet aller Bekenntnisse zur Müllvermeidung werden Kunststoffverpackungen laut Experten in absehbarer Zeit nicht aus dem Alltag verschwinden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Auch das Konsumverhalten der Bürger ist maßgeblich. Foto: Ingo Wagner

Ein erster dringender Schritt ist ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika, Körper- und Pflegeprodukten - das fordern die Grünen. Foto: Bernd Wüstneck

Zuletzt hatten die EU-Staaten für ein Verbot von Einwegplastik gestimmt, das zum Beispiel Strohhalme einschließt. Foto: Ralf Hirschberger

Das Bundesumweltministerium will Wasserspender an öffentlichen Orten fördern. „In den Städten soll es überall gut erreichbar Nachfüllstationen für Wasserflaschen geben“, heißt es in dem Fünf-Punkte-Plan. Foto: Lukas Schulze


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.