In- und Ausland

Zahl der Asylerstanträge 2019 weiter gesunken

Migration

Mittwoch, 8. Januar 2020 - 12:39 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Immer weniger Menschen beantragen erstmalig Asyl in Deutschland. Erneut sank die Zahl der Antragsteller im vergangenen Jahr. Hauptherkunftsland der Flüchtlinge ist Syrien.

Ein Schild mit der Aufschrift „Asyl“ in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber (LEA) Karlsruhe. Foto: Uli Deck/dpa

In Deutschland hat es im vergangenen Jahr 142.509 Asylerstanträge gegeben. Das teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mit. Damit ist die Zahl der Menschen, die hierzulande erstmals einen Asylantrag stellten, erneut gesunken - und zwar um mehr als 40.000.

Das Ministerium selbst spricht von nur 111.094 Erstanträgen - wendet dabei aber eine neue Methodik an. Statt wie bisher alle Asylerstanträge zu zählen, klammern die Statistiker nun in Deutschland geborene Kinder Schutzsuchender aus, für die ihre Eltern in aller Regel auch Asyl beantragen. Für in Deutschland geborene Kinder unter einem Jahr wurden im vergangenen Jahr 31.415 Asylerstanträge gestellt.

Bei Menschen - Kinder, Jugendliche oder Erwachsene -, die nach Deutschland eingereist sind und Asyl beantragt haben, spricht das Ministerium nun von „förmlichen grenzüberschreitenden Asylanträgen“. Die Hauptherkunftsländer dieser Menschen waren im vergangenen Jahr Syrien (26.435), der Irak (10.894) und die Türkei (10.275).


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