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In- und Ausland

Zahlen für 2017: Polizisten erschießen 14 Menschen im Dienst

Polizei

Freitag, 29. Juni 2018 - 07:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Münster. Polizisten in Deutschland haben im vergangenen Jahr bei Einsätzen 14 Menschen erschossen. Wie aus einer Erhebung der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht, wurden zudem 39 Menschen verletzt. Die Zahlen lagen 2017 erneut etwas höher als in den Jahren zuvor.

In den allermeisten Fällen schossen Beamte im verganenen Jahr aber, um gefährliche, kranke oder verletzte Tiere zu töten. Foto: Hauke-Christian Dittrich

2016 waren es 11 Tote und 28 Verletzte durch Polizeischüsse gewesen, 2015 waren 10 Menschen gestorben, weitere 22 waren verletzt worden. 2014 waren es sieben Tote und 30 Verletzte gewesen und im Jahr 2013 acht Tote und 20 Verletzte, wie aus Statistiken hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Angesichts von rund 300.000 Beschäftigten bei der Polizei im Bund und in den Ländern bewegt sich der Schusswaffengebrauch in Deutschland auf eher niedrigem Niveau.

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Laut Statistik, über die auch die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten, schossen Polizisten im vergangenen Jahr insgesamt 75 Mal auf Menschen - rechnerisch gesehen also alle fünf Tage einmal. 13 der 14 Todesfälle gehen der Polizeihochschule zufolge auf Notwehr oder Nothilfe zurück. Letzteres bezeichnet Fälle, bei denen Polizisten anderen Menschen in Lebensgefahr helfen mussten. In einem Fall sei Fluchtvereitelung der Grund gewesen.

In den allermeisten Fällen schossen Beamte, um gefährliche, kranke oder verletzte Tiere zu töten. Die Polizeihochschule in Münster zählte im vergangenen Jahr 13.400 Fälle dieser Art. Im Jahr 2016 waren es 12.656.

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