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In- und Ausland

Zehntausende demonstrieren gegen Trumps Migrationspolitik

Migration

Sonntag, 1. Juli 2018 - 11:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Washington. Zehntausende Menschen sind am Samstag in Dutzenden US-Städten auf die Straße gegangen, um gegen Donald Trumps Einwanderungspolitik zu demonstrieren.

Menschen protestieren in Carlsbad, Kalifornien, mit Schildern gegen die US-Einwanderungspolitik. Foto: Howard Lipin / San Diego Union-Tribune

Die Demonstranten, darunter zahlreiche Politiker der oppositionellen Demokraten, wandten sich unter dem Motto „Families belong together“ („Familien gehören zusammen“) vor allem gegen das Trennen von Flüchtlingsfamilien, um die Eltern für längere Zeit hinter Gitter bringen zu können. Die Maßnahmen sind Teil der „Null-Toleranz-Poltik“ Trumps, mit der die US-Behörden illegale Einwanderer an der Südgrenze zu Mexiko zurückhalten wollen.

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Trump hatte die Praxis zwar vorübergehend beendet - jedoch nur, um Eltern und Kinder gemeinsam einzusperren. Ein neues Migrationsgesetz scheitert an Widerständen im Parlament. Insgesamt wurden in den vergangenen Wochen mehr als 2500 Minderjährige von ihren Familien getrennt. Die teils vor Gericht erzwungene Wiedervereinigung von Eltern und Kindern verläuft schleppend.

Die Demonstrationen starteten am Samstag an der US-Ostküste, später sollten Märsche an der Westküste hinzukommen, etwa in Los Angeles. In der Hauptstadt Washington gingen rund 50.000 Menschen auf die Straße. Auch in Boston gab es eine Großkundgebung, auf der unter anderem die demokratische Senatorin Elizabeth Warren sprach. Sie forderte eine neue Aufgabenbeschreibung für die Polizeibehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE). Deren Beamten waren immer wieder durch als überhart empfundenes Durchgreifen gegen Migranten aufgefallen.

In Washington solidarisierten sich auch Prominente mit den Demonstranten, darunter die Sängerin Alicia Keys. In der Nähe des Weißen Hauses hatte sich eine kleine Gruppe Gegendemonstranten eingefunden, die die Ausländerpolitik Politik des Weißen Hauses gutheißen.

US-Präsident Donald Trump möchte illegale Einwanderung aus Mexiko in jeder erdenklichen Weise unterbinden. Foto: Susan Walsh/AP

Auf dem Weg zum Capitol: Demonstranten in Washington D.C. Foto: XinHua

"Kinder gehören nicht in Käfige": Tausende Menschen haben am Samstag gegen die Einwanderungspolitik des US-Präsidenten protestiert. Foto: Brian Cahn/ZUMA Wire

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