Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
In- und Ausland

Zugunglück: Tote und Verletzte im tschechischen Grenzgebiet

Unfälle

Dienstag, 7. Juli 2020 - 19:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Karlsbad. Zwei Züge sind unterwegs zwischen Sachsen und Tschechien, als sie auf eingleisiger Strecke frontal zustammenstoßen. Die Unglücksstelle mitten im Erzgebirge ist nur schwer zugänglich.

Rettungskräfte inspizieren am Unglücksort die Züge. Foto: -/Staatliche Eisenbahnverwaltung Tschechiens (SŽDC)/dpa

Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge zwischen Tschechien und Deutschland hat es Tote und Verletzte gegeben.

Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes in Karlsbad (Karlovy Vary), Radek Hes, am Dienstagnachmittag. Es gebe 20 bis 30 Verletzte, darunter sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger. Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry im Westen Tschechiens ist für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich.

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm. Warum die Züge zusammenstießen, ist noch unklar. Sie sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen. Betrieben wird dieser Teil der Trasse von der staatlichen tschechischen Eisenbahn (CD).

Mehrere Rettungshubschrauber sind im Einsatz, darunter auch einer aus dem benachbarten Sachsen. Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Feuerwehr musste die Verletzten wegen des unzugänglichen Geländes über die Gleise zu Fuß in den nächsten Bahnhof tragen. Die Krankenhäuser der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Auf Fotos war zu sehen, dass die beiden Fahrerbereiche komplett demoliert waren. Im umliegenden Wald wurde nach Verletzten gesucht, die möglicherweise unter Schock weggerannt waren. Der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek sowie der Direktor der Eisenbahnverwaltung, Jiri Svoboda, eilten am Abend an den Unglücksort.

© dpa-infocom, dpa:200707-99-708083/2

Ihr Kommentar zum Thema

Zugunglück: Tote und Verletzte im tschechischen Grenzgebiet

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha