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Zwölfjährige vergewaltigt und gefilmt: Mann räumt Tat ein

Kriminalität

Montag, 7. März 2022 - 15:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa München. Wegen sexueller Gewalt an einem Kind und der Verbreitung von Aufnahmen dessen, steht ein Münchner vor Gericht. Zum Prozessauftakt räumt er die Vorwürfe ein.

Der Angeklagte soll sich schwer an einem damals 12-jährigen Mädchen vergangen haben. Foto: Tobias Hase/dpa

Ein wegen Vergewaltigung einer Zwölfjährigen angeklagter Münchner hat die Vorwürfe gegen ihn vor Gericht eingeräumt.

Der 35-Jährige, der die Tat gefilmt und das Material weiterverbreitet haben soll, ließ zum Prozessauftakt vor dem Landgericht München I über seinen Anwalt mitteilen, dass die Vorwürfe „gänzlich korrekt sind, ich gebe sie ohne Einschränkung zu“. Der Beschuldigte muss sich unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, Vergewaltigung und der Verbreitung kinderpornografischer Schriften verantworten. Ein anderer Mann, der das Mädchen im Internet für Sex angeboten haben soll, steht derzeit in Flensburg vor Gericht.

Der angeklagte Münchner soll bei den Taten „billigend in Kauf“ genommen haben, dass es sich um ein Mädchen unter 14 Jahren handelte. (Az. 20 KLs 459 Js 160109/21). Laut Anklage bekam der mutmaßliche Vergewaltiger im Frühjahr 2021 das damals zwölfjährige Mädchen über eine Online-Plattform vermittelt. Via Chat wurden demnach zwischen den beiden Männern konkrete sexuelle Handlungen und das Filmen der Tat vereinbart.

Größerer Missbrauchskomplex

Tatort soll ein Waldstück im Süden von München gewesen sein. Der in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte sprach von einer Zeit, in der er seinen Kompass völlig verloren hatte. Er bat um „Verzeihung für etwas eigentlich Unverzeihliches“.

Die Tat ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Teil eines größeren Missbrauchskomplexes. Mindestens neun Männer werden beschuldigt, das Kind missbraucht zu haben.

© dpa-infocom, dpa:220307-99-421502/2

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