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Jüdischer-Weltkongress-Vize übt scharfe Kritik an documenta

Sonntag, 16. Oktober 2022 - 17:34 Uhr

von dpa

© Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die 15. Ausgabe der Kunstausstellung documenta war vor und während ihrer Laufzeit von immer neuen Antisemitismus-Vorwürfen erschüttert worden. Kurz nach der Eröffnung Mitte Juni wurde eine Arbeit mit antisemitischer Bildsprache entdeckt und abgebaut. Auch danach wurden Werke mit antijüdischen Stereotypen gefunden. In der Kritik stand das Kuratorenkollektiv der documenta, Ruangrupa, dem unter anderem eine Nähe zur Israel-Boykott-Bewegung BDS vorgeworfen wird.

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Seine Kritik ziele nicht auf die Entscheidung, die künstlerische Leitung einem Kollektiv aus Indonesien zu übertragen, schrieb Stern weiter. Er halte es für überaus begrüßenswert, „die Sichtweise des „globalen Südens“ prominent einzubeziehen“. Er kritisierte zudem, dass „selbst der offensichtliche Skandal, den die Entdeckung des ersten antijüdischen Bildes hätte auslösen müssen, nicht für ein allgemeines Problembewusstsein ausreicht“. Nach zweitausendjähriger Judenfeindschaft in Europa mit dem Holocaust als katastrophalem Tiefpunkt stehe ihm nicht der Sinn nach Großzügigkeit.


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