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Kreise: Bahn verstärkt Netze und Sicherheitskontrollen

Freitag, 14. Oktober 2022 - 21:10 Uhr

von dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Nach dem Sabotageangriff auf das Funknetz der Deutschen Bahn vor rund einer Woche will der Konzern sich unter anderem mit zusätzlichen Netzkapazitäten gegen Systemausfälle wappnen. Darüber habe der Konzern am Freitag den Aufsichtsrat auf einer Sondersitzung informiert, hieß es aus Kreisen des Kontrollgremiums. Ziel sei es demnach, weitere sogenannte Redundanzen im Netz aufzubauen, entweder durch die Nutzung freier Kapazitäten oder auch durch das Verlegen neuer Kabel.

Zusätzlich plane die Bahn mehr Sicherheitskontrollen entlang der Strecken auch in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei. Bei schutzbedürftigen Objekten sollen ebenfalls in Kooperation mit den Behörden die Sicherheitskonzepte überprüft werden.

Unbekannte Täter hatten am vergangenen Wochenende an zwei unterschiedlichen Stellen in Nordrhein-Westfalen und in Berlin ein wichtiges Funknetz der Bahn gekappt, über das unter anderem Lokführer und Leitstellen miteinander kommunizieren. Der Bahnverkehr in Norddeutschland kam daraufhin für mehrere Stunden vollständig zum Erliegen. Den ganzen Tag über kam es auch in anderen Regionen zu Folgeverspätungen und Zugausfällen.

Zum Stand der Ermittlungen wurde aus dem Aufsichtsrat am Freitag zunächst nichts bekannt. Inzwischen hat in der Sache die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Wegen möglicher verfassungsfeindlicher Sabotage habe die Behörde in Karlsruhe am Donnerstag ein Verfahren gegen unbekannt eingeleitet, teilte sie mit.


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Nach zwei Jahren Bauzeit hat die Deutsche Bahn die modernisierte Zuglinie RE 10 (Düsseldorf-Kleve), den sogenannten Niers-Express, offiziell in Betrieb genommen. „Zwischen Kleve und Kempen fährt die Zukunft“, hieß es bei einer Veranstaltung am Dienstag in Kempen bei Krefeld. Die Linie verbindet den Niederrhein mit Düsseldorf und wird täglich von rund 20.000 Menschen genutzt, darunter viele Pendler. Über die Strecke gab es viele Jahre lang Beschwerden von Reisenden. Nach dem Neustart auf der bereits seit gut einer Woche wieder befahrenen Linie wurde ebenfalls Kritik laut.