NRW

23-Jähriger nach Schüssen in Klinikviertel festgenommen

Kriminalität

Montag, 13. Januar 2020 - 11:48 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Dortmund. Rund vier Monate nach Schüssen im Dortmunder Klinikviertel ist ein 23-Jähriger festgenommen worden. Der junge Mann soll Mitte September aus einem fahrenden Wagen vor den Städtischen Kliniken mehrere Schüsse abgegeben haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Es sei Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags erlassen worden. Der 23-Jährige soll auf zwei Männer im Foyer der Klinik gezielt haben. Ein Projektil durchschlug die Glaswand des Gebäudes. Verletzt wurde niemand.

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Schüsse stehen früheren Ermittlerangaben zufolge im Zusammenhang mit einer blutigen Schlägerei, die sich wenige Stunden zuvor mit sechs Menschen ereignet hatte. Nach der nächtlichen Auseinandersetzung kam ein 31-Jähriger aus Lüttich verletzt ins Krankenhaus. Zwei Verwandte warteten im Klinikfoyer. Sie erkannten den 23-Jährigen als einen an der Schlägerei Beteiligten, als dieser das Krankenhaus verlassen wollte. Der 23-Jährige hatte sich wegen einer Halsverletzung ambulant behandeln lassen. Er sprang in ein wartendes Auto und gab später - so der dringende Tatverdacht - die Schüsse ab.

Der nun in U-Haft genommene 23-Jährige habe sich bisher nicht zur Sache geäußert. Der Mann sei in Dortmund gemeldet und bereits am 6. Januar in Köln festgenommen worden. Weitere machten die Ermittler zunächst nicht.


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