NRW

230 Gefährder in NRW: Dieses Jahr bisher fünf abgeschoben

Extremismus

Montag, 28. September 2020 - 09:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. In NRW wurden zum Stichtag 31. August 230 Menschen als sogenannte Gefährder bei der Landesregierung geführt. Die meisten (201) davon gelten als religiös motiviert. Fünf Gefährder wurden in diesem Jahr bislang abgeschoben. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt elf. Das geht aus der Antwort des Flüchtlingsministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag hervor.

Demnach wurden 2020 zwei Gefährder in die Türkei, einer nach Tadschikistan, einer in den Libanon und einer nach Polen abgeschoben. Bei Letzterem handelte es sich laut Ministerium um einen Tadschiken. Er hatte über Polen die EU erreicht. Ein weiterer syrischer Gefährder sei freiwillig überwacht in den Irak ausgereist.

Dem Papier des Ministeriums zufolge leben zurzeit außerdem 232 Relevante Personen in NRW - eine Vorstufe von Gefährder. Auch dort gilt die Mehrheit (174) als religiös motiviert. Wenige werden - wie bei den Gefährdern - dem linken oder rechten Spektrum oder einer ausländischen Ideologie zugerechnet.

In NRW gab es zum Stichtag nur einen linken Gefährder, 22 rechte und sechs aus dem Bereich ausländische Ideologie.

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