NRW

64 Baumhäuser im Hambacher Forst abgebaut: „relativ ruhig“

Energie

Donnerstag, 27. September 2018 - 06:21 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Kerpen. Im Braunkohlegebiet Hambacher Forst haben die Behörden die Räumung des uralten Waldes fortgesetzt. Bislang seien 64 Baumhäuser der Rodungsgegner abgebaut worden, teilte die Polizei Aachen am späten Mittwochabend mit. Demnach beseitigten die Einsatzkräfte am Mittwoch elf Baumhütten. Die Polizei bewertete den Tag als „relativ ruhig“. Verletzte Beamte habe es nicht gegeben.

Ein Räumungspanzer der Polizei steht vor einer Barrikade im Hambacher Forst. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Seit Beginn der Einsatzmaßnahmen im Hambacher Forst vor zwei Wochen wurden laut Polizei 115 Menschen vorläufig festgenommen. Außerdem habe es 227 Gewahrsamnahmen und 674 Platzverweise gegeben. 30 Polizisten seien bislang verletzt worden.

Umweltschützer protestieren im Hambacher Forst dagegen, dass der Energiekonzern RWE weite Teile des Waldes roden und die Braunkohleförderung fortsetzen will. Bei den Protesten war in der vergangenen Woche ein 27-jähriger Journalist von einer mindestens 15 Meter hohen Hängebrücke gestürzt und gestorben. Die Landesregierung hatte daraufhin die Räumung der Baumhäuser vorübergehend gestoppt.


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