NRW

69 Gefangene wollten Weihnachten nicht früher aus Haft

Justiz

Dienstag, 25. Februar 2020 - 12:39 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. 69 Häftlinge in NRW haben vergangenes Jahr Weihnachten lieber im Gefängnis statt in Freiheit verbracht. Sie verzichteten auf ihre vorzeitige Entlassung im Zuge der sogenannten Weihnachtsamnestie. 662 Gefangene nahmen das Angebot im vergangenen Jahr dagegen an, teilte das Justizministerium dem Landtag mit.

69 Häftlinge in NRW haben im vergangenen Jahr Weihnachten lieber im Gefängnis statt in Freiheit verbracht. Foto: Marcus Führer/dpa

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der fraktionslosen Abgeordneten Alexander Langguth und Marcus Pretzell nannte das Ministerium auch Vergleichszahlen zu vergangenen Jahren. So verzichteten 2018 sogar 84 Gefangene auf eine vorzeitige Freilassung zu Weihnachten, 2017 waren es 80, 2016 noch 75. Die Gesamtzahl der Häftlinge, die unter die Weihnachtsamnestie fielen, war 2016 mit 986 laut Justizministerium am höchsten.

Die Regelung galt im vergangenen Jahr für Gefangene, deren Haft ohnehin nur bis zum 6. Januar 2020 gedauert hätte, und die sich hinter Gittern gut geführt haben. Sie mussten allerdings bereits vor dem 14. Oktober inhaftiert gewesen sein. Traf dies alles zu, konnten sie bereits am 13. November das Gefängnis verlassen.

Wie das Justizministerium erklärte, dient die Weihnachtsamnestie unter anderem der Integration „in das familiäre Umfeld im Vorfeld des Weihnachtsfestes“. Außerdem ermögliche die Amnestie, viele Behördengänge zurück in Freiheit noch vor den Weihnachtsfeiertagen zu erledigen.


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