NRW

75. Ruhrfestspiele starten digital: Kultur-Auftakt im Netz

Theater

Samstag, 1. Mai 2021 - 03:16 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Recklinghausen. Ein Kulturvolksfest am 1. Mai - wie schön wäre das ... Weil dies immer noch nicht geht, starten die Ruhrfestspiele am Samstag online - mit viel Kultur im Netz. Zur Jubiläumsausgabe gibt es aber auch am Festspielhaus in Recklinghausen etwas zu sehen - trotz Corona.

Das Festspielhaus der Ruhrfestspiele. Foto: picture alliance / Bernd Thissen/dpa/archivbild

„Daheim ohne Paywall“ anstatt „umsonst und draußen“: Zum Auftakt der 75. Ruhrfestspiele am 1. Mai in Recklinghausen sind wegen der Corona-Pandemie anstelle des traditionellen Kulturvolksfestes zahlreiche Online-Veranstaltungen geplant. Den Anfang macht am späten Vormittag ein Klassik-Sextett mit Barockmusik aus einer Recklinghäuser Autowerkstatt, gefolgt von einer Lesung der Autorin Tupoka Ogette.

Auch die Maikundgebung des DGB unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“ findet online statt. Später gibt es dann noch etwa eine Show des Komikers Ingo Oschmann sowie die Open-Screen-Show „Le Club Virale“ live aus dem Schauspiel Leipzig mit Gästen aus Recklinghausen. Wen es dennoch zum Festspielhaus zieht, kann dort eine Open-Air-Fotoausstellung mit Fotografien von Festspiel-Besuchern aus 75 Jahren sehen - eine Hommage an das Publikum.

Die offizielle Eröffnung ist dann am 2. Mai. Die Festrede hält die Dramatikerin und Essayistin Enis Maci, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprechen Grußworte. Das Bühnenprogramm der Festspiele startet anschließend online mit der Deutschlandpremiere von „Die Seidentrommel“ des 87-jährigen Schauspielers und Regisseurs Yoshi Oida. Es erzählt die Geschichte eines alten Mannes, der die Bühne eines Theaters reinigt und sich in eine Tänzerin verliebt. Das Stück wird in Recklinghausen aufgeführt - leider ohne Präsenzpublikum.

Das Festival steht unter dem Motto „Utopie und Unruhe“. Bis zum
20. Juni sollen 90 Produktionen in rund 210 Veranstaltungen zur Aufführung kommen. Erste Präsenzveranstaltungen soll es ab dem
21. Mai geben.

Die Ruhrfestspiele gehen darauf zurück, dass Bergarbeiter aus Recklinghausen im ersten Nachkriegswinter 1946/47 Hamburger Theater mit Kohle versorgten. Zum Dank kamen im Sommer darauf Theaterleute aus der Hansestadt mit einem Programm ins Ruhrgebiet. Träger des Festivals sind die Stadt Recklinghausen und der Deutsche Gewerkschaftsbund.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-421050/2

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