NRW

Abweichung von Kita-Betreuung: Nach Abstimmung möglich

Gesundheit

Donnerstag, 18. Februar 2021 - 15:13 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf/Wuppertal. Kommunen, die ab der kommenden Woche keinen eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kita-Kinder anbieten wollen, müssen das mit den Gesundheitsbehörden abstimmen. Darauf hat das nordrhein-westfälische Familienministerium am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf hingewiesen.

Bunte Handabdrücke von Kindern. Foto: Julian Stratenschulte/picture alliance/dpa/Symbolbild

Ab dem 22. Februar gilt in NRW grundsätzlich landesweit ein eingeschränkter Regelbetrieb mit pauschal um zehn Wochenstunden reduzierter Betreuung in festen Gruppen. „Sofern eine Kommune ungeachtet dessen im Rahmen ihrer Hotspot-Strategie weitere individuelle Schutzmaßnahmen anordnen möchte, ist diese mit den Gesundheitsbehörden beziehungsweise dem Gesundheitsministerium abzustimmen“, teilte eine Sprecherin mit.

Das kürzlich vorgestellte Phasen-Modell des Ministeriums, das eine schrittweise Rückkehr zur Normalität vorsieht, beinhaltet auch eine „Corona-Notbremse“: Bei einem stetig steigenden Infektionsgeschehen erfolgt der Rückschritt in die vorherige Phase. Kommt es zu einem sprunghaften Anstieg des Infektionsgeschehens, können Kitas oder Kindertagespflegestellen regional oder auch landesweit geschlossen werden, und es erfolgt lediglich eine eng begrenzte Notbetreuung.

Der Krisenstab der Stadt Wuppertal appellierte am Donnerstag an alle Eltern, ihre Kinder auch in der kommenden Woche möglichst weiterhin zu Hause zu betreuen. Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne) begründete das mit der „regionalen Inzidenzlage im Bergischen Land“.

Nach 14 Tagen mit sinkenden Neuinfektionsraten stiegen die Werte seit drei Tagen wieder an, erläuterte Krisenstabsleiter Johannes Slawig in einer Mitteilung. „Dies ist in einer Lockdown-Situation ein absolutes Alarmsignal.“ Hinzu komme, dass Mutanten des Coronavirus unter Kindern und Jugendlichen wohl besonders infektiös seien. „So gab es in unserer Nachbarstadt Solingen bereits fünf Ausbrüche der britischen Mutante in Kitas. Eine derartige Entwicklung wollen wir, wenn irgend möglich, in Wuppertal unbedingt vermeiden.“

© dpa-infocom, dpa:210218-99-496768/2

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