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NRW

Ärzte aus NRW gehen auf die Straße

Gesundheit

Samstag, 1. Februar 2020 - 11:19 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Sie sind überarbeitet und unter großem Druck: Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken wollen am kommenden Dienstag für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen. Was bedeutet das für die Patienten?

Ein Plakat hängt bei einem Warnstreik 2015 vor dem Universitätsklinikum Essen. Foto: Maja Hitij/dpa/Archivbild

Mehrere Hundert Ärztinnen und Ärzte der Unikliniken in Nordrhein-Westfalen wollen sich am Dienstag an einem bundesweiten Warnstreik beteiligen und für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Die Ärztevertretung Marburger Bund hat nach eigenen Angaben rund 6000 Beschäftigte an den Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster aufgerufen, für einen Tag ihre Arbeit niederzulegen. Man erwarte, dass mehrere Hundert Ärzte sich beteiligen, sagte ein Sprecher des Marburger Bunds. Die Mediziner wollen an einer zentralen Kundgebung in Hannover teilnehmen.

Patienten der betroffenen Kliniken hätten allerdings nichts zu befürchten, wie der Sprecher betonte. „Wir legen großen Wert darauf, dass wir keinen Patienten in bedrohlicher Lage in Gefahr bringen.“ In allen Kliniken soll es mindestens eine Besetzung geben, wie sie auch an Wochenenden üblich ist. Lediglich planbare Therapien oder Eingriffe würden auf andere Tage gelegt. In mehreren Kliniken, darunter in Köln, sind bereits entsprechende Notdienstvereinbarungen unterschrieben worden.

Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft der Länder gelten als festgefahren. Die Ärztevertreter wollen neben sechs Prozent mehr Geld auch Maßnahmen erwirken, die das Personal vor massiver Überlastung schützen soll. So sollen etwa Arbeitszeit manipulationsfrei erfasst und Dienstpläne verlässlich gestaltet werden. In einer Mitgliederumfrage des Marburger Bundes gaben 22 Prozent der Ärztinnen und Ärzte an, mehr als 60 Stunden in der Woche zu arbeiten. Knapp die Hälfte fühlte sich häufig überlastet.

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