Ärztin nach Tod von Patientin vor Gericht

dpa/lnw Düsseldorf. Obwohl mehrere Symptome darauf hindeuteten, soll eine Ärztin in einer Düsseldorfer Klinik bei einer Patientin eine lebensgefährliche Blutvergiftung übersehen haben. Die Frau starb und die Medizinerin steht nun vor Gericht.

Ärztin nach Tod von Patientin vor Gericht

Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Nach dem Tod einer 38 Jahre alten Patientin in Düsseldorf muss sich heute eine junge Ärztin vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der 29-Jährigen vor, dass ihr ein gravierender Behandlungsfehler unterlaufen sei.

Laut Anklage hatte die Medizinerin im Mai 2018 in der Notaufnahme eines Düsseldorfer Krankenhauses bei der Frau eine lebensgefährliche Blutvergiftung übersehen und sie mit der Diagnose „Kopfschmerzen“ nach Hause geschickt.

Die 38-Jährige starb einen Tag später an einem Multiorganversagen in Folge der Blutvergiftung. Wie sich erst bei der Obduktion herausstellte, hatte die Frau keine Milz. Der Ärztin wird jetzt fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Gegen einen Strafbefehl in Höhe von 6000 Euro hat sie Einspruch eingelegt, so dass der Fall nun öffentlich verhandelt werden muss.