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NRW

Air-Berlin-Transfergesellschaft: Bund und Länder verhandeln

Luftverkehr

Montag, 23. Oktober 2017 - 03:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin/Düsseldorf. Tausenden Mitarbeitern der insolventen Air Berlin droht die Kündigung - das Unternehmen setzt deshalb vor allem auf eine Transfergesellschaft. Davon könnten bis zu 4000 Beschäftigte profitieren. Doch das NRW-Arbeitsministerium stellt Bedingungen.

Ein Flugzeug der insolventen Fluglinie Air Berlin. Foto:

Der Bund und die Air-Berlin-Länder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin treffen sich heute zu Gesprächen über eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten der insolventen Fluglinie. Die Gespräche sollen im Roten Rathaus in der Hauptstadt stattfinden. Nach Aussage des Generalbevollmächtigten der Air Berlin, Frank Kebekus, könnten in der Transfergesellschaft bis zu 4000 Mitarbeiter Platz finden und dann auf neue Arbeitsplätze vermittelt werden. Komme es zu keiner Einigung, drohe den Beschäftigten die Entlassung.

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Nordrhein-Westfalen und Berlin hatten bereits signalisiert, sich finanziell an einer Auffanggesellschaft zu beteiligen. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verlangt von den beteiligten Firmen aber, zumindest die Kosten für die Sozialversicherungsbeiträge selbst zu tragen. Das entspreche einem Anteil von etwa 40 Prozent der Lohnkosten. Mit dieser Forderung reisten die NRW-Vertreter zu den Gesprächen nach Berlin, sagte ein Ministeriumssprecher am Sonntag.

Wie die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ berichteten, will Air Berlin sich mit 10 Millionen Euro an der Transfergesellschaft beteiligen. Insgesamt schätze das Unternehmen den Bedarf auf bis zu 50 Millionen Euro, schrieben die Blätter unter Berufung auf einen Brief von Air Berlin an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Demnach sollen sich die drei Länder entsprechend der dort beschäftigten Mitarbeiter an den Kosten beteiligen, solange es keine anderen Investoren gebe. Dem Bericht zufolge sind 47 Prozent der Air-Berlin-Mitarbeiter in Berlin beschäftigt, 41 Prozent in Nordrhein-Westfalen und 12 Prozent in Bayern.


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