Altes Pumpspeicherwerk öffnet erstmals für Besucher

dpa/lnw Herdecke. Das das historische Pumpspeicherkraftwerk Koepchenwerk am Hengsteysee öffnet erstmals für Besucher. Am Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag können Interessierte sich ein Bild der beachtlichen Ingenieurleistung der 1920er Jahre machen. Auch danach soll es regelmäßige öffentliche Führungen durch die Maschinenhalle und an den Fuß der riesigen Druckrohleitungen geben, kündigte die Industriedenkmalstiftung am Donnerstag an.

Altes Pumpspeicherwerk öffnet erstmals für Besucher

Das Koepchenwerk in Herdecke. Foto: Fabian Strauch/Archivbild

Das Speicherkraftwerk entstand zwischen 1927 und 1930 und gilt als eines der ersten größeren Maßstabs in Deutschland und damit als Pionierleistung der Energiewirtschaft. Es war mehr als 60 Jahre in Betrieb. Nach einem Schaden 1980 beschloss RWE nebenan ein neueres Pumpspeicherkraftwerk zu bauen.

Vom alten Kraftwerk erhalten und nun begehbar ist die Maschinenhalle mit vier originalen Maschinensätzen. Der Denkmalbestand umfasst außerdem die weit sichtbaren und über dem Ufer des Sees thronenden Druckrohrleitungen und das Schieberhaus am oberen Ende mit dem auffälligen RWE-Firmenschriftzug, der inzwischen rekonstruiert wurde. Seit 2017 kümmert sich die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur um den Erhalt des technischen Bauwerks. Die Sanierung sei noch nicht abgeschlossen, aber man freue sich, dass der Bau soweit gesichert sei, dass er Besuchern zugänglich gemacht werden kann, sagte eine Sprecherin.

Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September öffnen bundesweit 8000 Denkmäler ihre Pforten. In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 1200 besondere Bauten - vom Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, über Industriedenkmäler bis hin zu alten Klöstern und historischen Gemäuern. Voriges Jahr kamen zum Denkmaltag bundesweit rund 3,5 Millionen Besucher, um einen Blick hinter sonst oft verschlossene Türen zu werfen, an Führungen teilzunehmen oder die Bauten berühmter Architekten kennenzulernen.