Amsterdamer Gericht entscheidet über Auslieferung von Drach

dpa Amsterdam. Zehn Wochen nach seiner Festnahme in Amsterdam entscheidet ein Gericht über die Auslieferung des früheren Reemtsma-Entführers Thomas Drach nach Deutschland. Die Entscheidung wird am Dienstag schriftlich vorgelegt werden. Nach Ansicht der Amsterdamer Staatsanwaltschaft geht es um eine Formsache. Die Kölner Justiz hatte den Auslieferungsantrag gestellt, da der 60-Jährige wegen drei Raubüberfällen gesucht werde.

Amsterdamer Gericht entscheidet über Auslieferung von Drach

Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild

Der in Erftstadt bei Köln geborene Drach wird verdächtigt, 2018 und 2019 drei Überfälle auf Geldtransporter in Köln und Frankfurt/Main begangen zu haben. Bei einem Überfall wurde ein Wachmann schwer verletzt. Drach hatte keine Einwände gegen die Auslieferung geltend gemacht.

1996 hatte er mit Komplizen den Hamburger Erben der Tabak-Dynastie, Jan Philipp Reemtsma, entführt. Das Opfer wurde nach 33 Tagen wieder freigelassen - gegen umgerechnet rund 18 Millionen Euro Lösegeld. Drach wurde späte gefasst und zu vierzehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Im Herbst 2013 kam er frei.

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