NRW

Angeklagte im Loveparade-Prozess weisen Vorwürfe zurück

Prozesse

Donnerstag, 4. Januar 2018 - 14:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im Prozess um die Loveparade-Katastrophe von 2010 haben mehrere Angeklagte am Donnerstag die Vorwürfe gegen sie zurückweisen lassen. Die Verteidiger von zwei Mitarbeitern des Bauamts der Stadt Duisburg und einem Angestellten des Veranstalters Lopavent erklärten, dass für die Planung und Durchführung der Technoparade eine Vielzahl von Personen zuständig gewesen sei. Mögliche Hauptverantwortliche säßen aber gar nicht auf der Anklagebank. Auch die Polizei sei „aus der Verantwortung herausgehalten“ worden. Die Anklage sei einseitig.

Aktenordner stehen im Gerichtssaal beim Loveparade-Strafprozess. Foto: Caroline Seidel/Archiv

In den Eröffnungserklärungen vor dem Landgericht Duisburg ließen die Angeklagten zugleich ihr tiefes Bedauern über das „unermessliche Leid„ der Betroffenen ausdrücken.

Beim Loveparade-Unglück 2010 waren im Gedränge Zehntausender Menschen 21 Personen erdrückt und mindestens 652 verletzt worden. Wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent angeklagt.


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