NRW

Angeklagter im Prozess um „falsche Polizisten“ geständig

Prozesse

Mittwoch, 9. Januar 2019 - 13:12 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Im Prozess um „falsche Polizisten“ hat ein mutmaßlicher Trickbetrüger in Düsseldorf ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der 27-Jährige aus Dormagen räumte am Mittwoch vor dem Landgericht ein, mehrere Senioren um ihr Erspartes gebracht zu haben. Aus Callcentern in der Türkei seien die Opfer angerufen worden. Die Anrufer hätten sich als Polizisten namens „Lehmann“, „Brenner“ oder „Jung“ vorgestellt und den Opfern mitgeteilt, dass sie im Visier von Einbrechern seien.

Ein Polizeidienstausweis. Foto: Roland Weihrauch

Sicherheitshalber sollten die Angerufenen ihr Erspartes der Polizei übergeben. In einem Fall habe ein Opfer daraufhin Umschläge mit 20 000 Euro Bargeld unter ein Auto vor seiner Haustür gelegt. In Lindlar seien Senioren um Schmuck im Wert von 150 000 Euro gebracht worden. Der Angeklagte habe der Bande als Abholer des Geldes gedient. Dafür habe er zehn Prozent der Beute behalten dürfen.


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