Angetrunkener Ex-Rennfahrer landet im Graben: Geldstrafe

dpa/lnw Bonn. Das Bonner Amtsgericht hat einen ehemaligen Rennfahrer, der im angetrunkenen Zustand mit seinem Sportwagen im Graben gelandet war, zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht verurteilte ihn wegen Trunkenheitsfahrt, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Widerstands gegen Polizeibeamte zur Zahlung von 2800 Euro, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte.

Angetrunkener Ex-Rennfahrer landet im Graben: Geldstrafe

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht Bonn angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa

Der 50-Jährige hatte bei einer privaten Vorführtour mit dem aufgemotzten Sportwagen mit 1,56 Promille die Kontrolle über das PS-starke Auto verloren und war im Graben gelandet - auf der Beifahrerseite saß der Kaufinteressent. Den Ferrari, den der Ex-Rennfahrer für 87 000 Euro im Internet gekauft und dessen Motor er nach eigenen Angaben „restauriert“ hatte, wollte er ursprünglich für 100 000 Euro verkaufen.

Wenige Monate zuvor war der Angeklagte laut Urteil bereits mit 2,04 Promille in eine Polizeikontrolle geraten, hatte plötzlich Gas gegeben und war geflüchtet. Als die Beamten ihn eine Stunde später von zu Hause zur Alkoholkontrolle abholen wollten, musste er in Handschellen abgeführt werden, da er heftig Widerstand leistete und die Beamten fortwährend beleidigte. Später behauptete der Mann, er habe erst Zuhause ordentlich dem Alkohol zugesprochen, bei der Kontrolle sei er noch nüchtern gewesen.

Der Fahrerlaubnis war dem Angeklagten bereits im September entzogen worden. Das Gericht ordnete eine weitere Führerschein-Sperre von sechs Monaten an.

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