NRW

Angriff auf Kinderbett-Verkäuferin: Urteil wird erwartet

Prozesse

Mittwoch, 17. April 2019 - 01:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Köln. Die zweifache Mutter wollte ein Kinderbett verkaufen. Als ein vermeintlicher Kaufinteressent klingelt, wird sie mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Im Prozess wird jetzt das Urteil erwartet.

Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: S. Puchner/Archiv

Im Prozess um den lebensgefährlichen Angriff auf eine Frau, die nach einer Ebay-Anzeige einen Interessenten für ihr Kinderbett zu Hause erwartet hatte, wird heute das Urteil erwartet. Angeklagt ist in dem Verfahren am Kölner Landgericht ein 59-Jähriger wegen versuchten besonders schweren Raubes sowie gefährlicher Körperverletzung.

Er soll die Frau im August 2018 nach einer Terminvereinbarung zum Kauf des angebotenen Kinderbettes in ihrer Wohnung in Köln-Deutz aufgesucht und unvermittelt angegriffen haben. Dabei soll er die zweifache Mutter mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben.

Was zunächst wie ein versuchter Raubüberfall aussah, entpuppte sich während der Beweisaufnahme nach und nach als versuchtes Sexualverbrechen. In einer korrigierten Einlassung hat der 59-jährige Deutsche zugegeben, dass sexuelle Motive maßgeblich für den Überfall gewesen seien.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Verurteilung zu sieben Jahren und neun Monaten wegen versuchter besonders schwerer sexueller Nötigung sowie gefährlicher Körperverletzung beantragt. Die Verteidigung plädierte für eine zweijährige Bewährungsstrafe.


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