NRW

Ansaar-Verbot: 400 NRW-Polizisten im Einsatz

Extremismus

Mittwoch, 5. Mai 2021 - 11:16 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Düsseldorf. Für die Durchsetzung des Verbots des salafistischen Vereins Ansaar International sind am Mittwoch mehr als 400 NRW-Polizisten im Einsatz gewesen. Es seien ein sechsstelliger Bargeldbetrag und mehr als eine halbe Million Euro auf zwei Konten sichergestellt worden, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in Düsseldorf.

Polizeibeamte stehen vor dem Gebäude des Vereins Ansaar International. Foto: Marcel Kusch/dpa

Von den bundesweit 90 durchsuchten Objekten seien 37 in NRW gewesen, vor allem im Großraum Düsseldorf. „Ich finde es unerträglich, dass unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe Terroristen unterstützt werden“, sagte Reul.

In NRW sei Ansaar seit der Gründung 2012 vom Verfassungsschutz beobachtet worden. Der NRW-Verfassungsschutz habe mit seinen Erkenntnissen maßgeblich zum Verbot beigetragen. Es handele sich um ein salafistisches Netzwerk mit mehr als 400 Unterstützern. Man werde auch etwaige Nachfolgeorganisationen im Blick haben.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Ansaar International und alle Ableger der islamistischen Vereinigung verboten. Das Verbot war am frühen Mittwochmorgen mit Durchsuchungen und Beschlagnahmungen in zehn Bundesländern vollstreckt worden. Die gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Land habe sich erneut bewährt, sagte Reul.

Ansaar International hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf, die Teilorganisation WWR-Help im benachbarten Neuss. Der Ansaar-Hauptsitz unweit des Düsseldorfer Hauptbahnhofes wurde am Mittwochmorgen ebenfalls durchsucht.

© dpa-infocom, dpa:210505-99-474674/2

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