NRW

Anschlag in Sri Lanka wohl erfunden: Mann freigesprochen

Prozesse

Donnerstag, 28. Januar 2021 - 13:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Ein 27-Jähriger aus Sri Lanka ist in Düsseldorf vom Vorwurf des sechsfachen Mordes und des Terrorismus freigesprochen worden. Den Bombenanschlag nahe Jaffna, den der Asylbewerber, der inzwischen in Werne bei Dortmund lebt, selbst begangen haben wollte, habe es vermutlich gar nicht gegeben, befand das Oberlandesgericht am Donnerstag. Das Urteil ist rechtskräftig.

Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

Der Tamile hatte bei seinem Asylantrag beim Bundesamt für Flüchtlinge behauptet, schon als Schüler im Alter von 15 Jahren der Terrorgruppe LTTE angehört zu haben und am 12. September 2008 in einer Schulpause die Bombe mit einem Fernzünder ausgelöst zu haben. Erst beim Prozessauftakt vor einer Woche hatte er dies widerrufen.

Es gebe keine Hinweise auf diesen schweren Anschlag mit angeblich sechs Toten und vielen Verletzen, hatte ein Sachverständiger zuvor ausgeführt. Auch der Bundesnachrichtendienst hatte mitgeteilt, von dem besagten Bombenattentat in Sri Lanka keine Kenntnis zu haben.

© dpa-infocom, dpa:210128-99-207745/2

Ihr Kommentar zum Thema

Anschlag in Sri Lanka wohl erfunden: Mann freigesprochen

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha