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Anti-Terror-Kampf: Laschet für stärkere Paris-Kooperation

Regierung

Mittwoch, 8. September 2021 - 18:53 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Paris. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich für eine stärkere deutsch-französische Kooperation bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus stark gemacht. Der Anschlag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf die Konzerthalle „Bataclan“ mit zahlreichen Toten im November 2015 sei ein Beispiel, „wo Deutschland und Frankreich eine neue europäische Initiative starten können“, sagte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris. Laschet sprach von einem sehr guten, sehr freundschaftlichen Gespräch mit Macron.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Marius Becker/dpa

Am Terrorismus, den Frankreich erlitten habe, könne man erkennen, „dass nur eine europäische Lösung uns stark macht im Kampf gegen Terrorismus“, sagte Laschet. Die Attentäter seien aus Brüssel gekommen, durch Deutschland gereist und hätten dann den Anschlag in Paris verübt. „Das heißt, wir brauchen eine europäische Antwort, eine europäische Initiative für ein europäisches FBI.“ Nötig sei dabei eine engere Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich. Im deutsch-französischen Vertrag von Aachen sei dafür die Grundlage gelegt.

Laschet war offiziell in seiner Funktion als deutsch-französischer Kulturbevollmächtigter nach Paris gereist. Der Besuch dürfte aber auch als Signal internationaler Kompetenz in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs in Deutschland gedacht gewesen sein. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz war an diesem Montag von Macron empfangen worden. Laschet und die Union liegen in Umfragen hinter Scholz und der SPD zurück.

© dpa-infocom, dpa:210908-99-143350/2

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