NRW

Antibiotikaverbrauch sinkt dank Info-Kampagne

Gesundheit

Dienstag, 19. November 2019 - 13:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lby München. Der Einsatz von Antibiotika kann mit Hilfe von Informationskampagnen gesenkt werden - zu diesem Schluss kommen die Initiatoren eines Projekts in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die dort 2017 gestartete Initiative „Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden“ (ARena) habe dazu geführt, dass spürbar weniger dieser Medikamente eingesetzt werden, berichteten die Träger des Projekts am Dienstag in München. Nach Daten der AOK Bayern ist der Anteil der Patienten, die bei einfachen Infekten Antibiotika erhalten, bei teilnehmenden Praxen innerhalb von zwei Jahren um rund 8 Prozentpunkte auf etwa 50 Prozent geschrumpft. Bei allen Patienten insgesamt sei der Anteil nur um knapp 5 Prozentpunkte gesunken.

Eine Indikatorkulturplatte zum Nachweis von resistenten Bakterien. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Weil nach Einschätzung von Experten zu viel Antibiotika verteilt und teils falsch verabreicht werden, entwickeln Bakterien sogenannte Resistenzen. Dann wirken die Medikamente nicht mehr wie gewünscht.

Bei ARena wollen Mediziner in 14 Arztnetzen aus Bayern und Nordrhein-Westfalen genauer hinschauen, ob es wirklich nötig ist, den Patienten Antibiotika zu geben. Sie bilden sich kontinuierlich fort.


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