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NRW

Antisemitismus-Debatte: Aufsichtsrat der Ruhrtriennale tagt

Kultur

Montag, 22. Oktober 2018 - 02:52 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Bochum. Schlagzeilen schrieb die Ruhrtriennale in diesem Jahr weniger wegen des künstlerischen Programms. Stattdessen gab es eine Antisemitismus-Diskussion und Kritik wegen des Krisenmanagements. Nun trifft sich der Aufsichtsrat.

Die neue Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Vier Wochen nach der von einer heftigen Antisemitismus-Debatte überschatteten Ruhrtriennale tagt am Montag der Aufsichtsrat des Kulturfestivals. Die Vorsitzende des Gremiums - NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) - hatte eine vorzeitige Sitzung anberaumt.

Das erste Jahr unter der Intendanz von Stefanie Carp gilt künstlerisch als Erfolg. Schlagzeilen machte die Ruhrtriennale mit Sitz in Bochum aber vor allem wegen Carps Umgang mit der israelkritischen Band „Young Fathers“. Noch ehe das renommierte Festival Anfang August startete, war es in eine Diskussion über Antisemitismus verstrickt. Die Intendantin lud die schottische Gruppe erst ein-, dann aus- und dann wieder ein. Am Ende kamen die „Young Fathers“ nicht.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte seinen Ruhrtriennale-Besuch ab, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung nannte das Krisenmanagement des Festivals „desaströs“. Das experimentelle Kulturfest in den imposanten Werks- und Zechengebäuden des Ruhrgebiets ist ein Aushängeschild. Für den Jahresetat von 15 Millionen Euro kommt überwiegend das Land auf. Carp ist noch für zwei Jahre verpflichtet.

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