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NRW

Arbeiten am Drachenfels verzögern sich: Eselsweg gesperrt

Naturschutz

Samstag, 21. Oktober 2017 - 10:18 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Königswinter. Der Drachenfels mit seiner markanten Burgruine ist weithin sichtbar und ein Touristenmagnet. Doch wegen drohender Steinschlaggefahr ist der berühmte Eselsweg seit Monaten gesperrt - und wird dies wohl noch länger bleiben als geplant.

Der Eselsweg, der am Drachenfels vorbeiführt, wird noch länger gesperrt bleiben. Foto: Henning Kaiser/Archiv

Die Sanierungsarbeiten am Drachenfels im Siebengebirge verzögern sich erheblich. Der Eselsweg - der bekannte Wanderweg von Königswinter hoch zur Burgruine - bleibt nach Angaben der Kölner Bezirksregierung deshalb voraussichtlich bis in die zweite Jahreshälfte 2018 gesperrt. Ursprünglich sollte der Weg, der im Januar wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt worden war, gegen Ende dieses Jahres wieder freigegeben werden. Doch die Sicherungsarbeiten gingen langsamer voran als geplant. Die Kosten, die das Land NRW trägt, erhöhen sich nach derzeitiger Schätzung von 1 auf etwa 1,5 Millionen Euro.

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Das Ausmaß des Schadens an dem porösen Felsen werde erst nach und nach deutlich und sei größer als angenommen, erläuterte eine Sprecherin der Bezirksregierung. Während der Arbeiten kämen zudem immer wieder unvorhersehbare geologische Besonderheiten zum Vorschein, die zeitintensive technische Einzellösungen nötig machten. „Zum Beispiel ist der Berg von Klüften durchzogen, die Probleme bereiten, weil der Bohrer dann nicht gerade gesetzt werden kann und nochmal neu ausgerichtet werden muss.“

Die Witterung werde nun in nächster Zeit zu einer Zwangspause führen: Mit sinkenden Temperaturen sei eine Arbeit mit Zement als Füllmaterial nicht mehr möglich, so dass die Sanierung über die Wintermonate weitgehend eingestellt werden müsse.

Der 321 Meter hohe Drachenfels ist eines der meist besuchten Naherholungsziele in NRW. Sein poröses Gestein sorgt jedoch für Probleme und macht schon seit Jahrzehnten aufwendige Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Anfang des Jahres hatten Experten des Geologischen Dienstes bei Messungen erneut tiefe Risse in der Felswand festgestellt.


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