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NRW

Asylbilanz: Weniger Bewerber, viele offene Verfahren

Migration

Freitag, 26. Oktober 2018 - 07:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Der europaweite Trend zu sinkenden Asylbewerberzahlen setzt sich auch in Nordrhein-Westfalen weiter fort. Das geht aus einem Sachstandsbericht von Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) an den Integrationsausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor. Demnach wurden Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr dieses Jahres über das bundesweite Verteilsystem rund 15 700 Asylsuchende zugewiesen. Das waren 936 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden in NRW sind Syrien, der Irak und die Türkei.

Eine Flüchtlingsfamilie kommt in einer Erstaufnahmeeinrichtung an. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Dem Bericht zufolge weicht NRW in einigen Punkten vom Durchschnitt ab: Ende Juni waren hier noch 13 400 Asylverfahren offen - etwas mehr als im Bundesschnitt. Höhere Quoten verzeichnet NRW aber auch bei freiwilligen Rückführungen und Abschiebungen. Bei freiwilligen, finanziell unterstützten Ausreisen lag NRW im ersten Halbjahr sogar im bundesweiten Vergleich vorn: Bis Ende Juni wurden fast 2900 Förderanträge bewilligt - fast ein Drittel der bundesweiten Freigaben. Hoch bleibt allerdings zugleich der Anteil der über 53 000 Geduldeten unter fast 71 000 formal Ausreisepflichtigen.

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