NRW

Auch radioaktives Material bei Bundeswehroffizier entdeckt

Kriminalität

Freitag, 22. Oktober 2021 - 13:46 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Aldenhoven. Ein in Nordrein-Westfalen verhafteter Bundeswehroffizier soll neben Waffen auch radioaktives Material gehortet haben. Gefunden worden sei Strontium-90 aus bislang unbekannter Quelle, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag auf Anfrage. Die Vorwürfe gegen den Mann seien deshalb um den Tatbestand unerlaubter Umgang mit radioaktiven Stoffen erweitert worden. Zuvor hatte „Der Spiegel“ darüber am Freitag berichtet.

Bei einer Razzia in Aldenhoven im Kreis Düren hatten Ermittler am 12. Oktober ein Waffenlager mit Kriegswaffen entdeckt - Schusswaffen, Granaten, Handgranaten und Minen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ist zuständig, da dort am Flughafen vom Zoll ein Paket mit Schalldämpfern abgefangen worden war, das der 32-Jährige in die USA schicken wollte. Deswegen leiteten die Behörden ein Verfahren ein und erwirkten einen Durchsuchungsbeschluss. Der Soldat sitzt in Untersuchungshaft.

Die sichergestellten Waffen und die beschlagnahmte Munition stammten nach erster Bewertung nicht aus Bundeswehrbeständen, hatte das Verteidigungsministerium erklärt. Es seien allerdings auch „eingestufte“ Dokumente gefunden worden, die nun Gegenstand der Ermittlungen seien.

© dpa-infocom, dpa:211022-99-696327/2

Ihr Kommentar zum Thema

Auch radioaktives Material bei Bundeswehroffizier entdeckt

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha