NRW

Auf Ehefrau eingestochen: Urteil gegen 36-Jährigen erwartet

Kriminalität

Freitag, 26. Juli 2019 - 01:32 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Mönchengladbach. Zuerst soll er versucht haben, die gemeinsamen Kinder in den Iran zu entführen. Danach kam es zur Messerattacke gegen die Ehefrau. Im Prozess um versuchten Mord entscheiden jetzt die Richter.

Vor dem Justizgebäude steht eine Statue der Göttin Justitia. Foto: Stefan Puchner/Archivbild

Im Prozess um einen fast tödlichen Messerangriff auf seine getrennt lebende Frau soll heute nach den Plädoyers in Mönchengladbach das Urteil gegen den Ehemann fallen. Der 36-Jährige ist nach Angaben des Landgerichts des versuchten Mordes angeklagt. Der Beschuldigte soll seine Frau laut Anklage im Oktober letzten Jahres in Jüchen am Bahnhof von hinten gepackt und zugestochen haben. Die Frau war mit sieben Stichen lebensgefährlich verletzt worden.

Das Paar war aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und hat zwei Kinder. Zielfahnder hatten den Mann nach der Tat in der süditalienischen Hafenstadt Bari aufgespürt.

Der Angeklagte soll 2017 versucht haben, die beiden gemeinsamen Kinder in den Iran zu entführen. An der serbisch-ungarischen Grenze wurde er nach Gerichtsangaben von den Behörden aufgehalten. Die Mutter holte die Kinder nach Angaben des Gerichts dort ab und brachte sie zurück.


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