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NRW

Aufarbeitung Missbrauch: Bischof schlägt Machtverzicht vor

Kirche

Dienstag, 16. Juli 2019 - 14:22 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Münster. Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche will Münsters Bischof Felix Genn Macht abgeben. „Als Bischof bin ich dazu bereit, auch meinerseits Macht abzugeben und mich beispielsweise auch einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit unterzuordnen“, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Brief des Bischofs an ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitglieder von Pfarreiräten und Kirchenvorständen.

Felix Genn, Bischof von Münster, spricht bei einem Gottesdienst. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild

Bistumssprecher Stefan Kronenburg konkretisierte auf dpa-Nachfrage: „Bislang liegt beim Bischof sowohl die Exekutive und die Judikative.“ Der Bischof könne zum Beispiel Personal entlassen oder versetzen, ohne dass diese Entscheidung innerkirchlich überprüfbar wäre. Mit einer neu aufzubauenden Verwaltungsgerichtsbarkeit könnten Entscheidungen der Bistumsleitung dann angefochten werden.

Genn greift damit eine bestehende Diskussion in der Deutschen Bischofskonferenz auf. Dort wird der Aufbau von Verwaltungsgerichten bereits als eine Möglichkeit genannt, um Machtmissbrauch durch Priester zu verhindern.

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