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NRW

Aufsteiger Paderborn: Niederlage bei Offensiv-Spektakel

Fußball

Samstag, 17. August 2019 - 18:02 Uhr

von Von Holger Schmidt, dpa

dpa Leverkusen. Aufsteiger SC Paderborn hat gleich beim Bundesliga-Comeback nach fünf Jahren sein Versprechen auf begeisternden Offensiv-Fußball eingelöst, am Ende aber eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Beim Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen glichen die Ostwestfalen in einem über weite Strecken begeisternden Spiel zweimal aus, verloren am Ende aber mit 2:3 (2:2).

Leverkusens Kerem Demirbay und Paderborns Christian Strohdiek (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: Rolf Vennenbernd

Somit kassierte Paderborns doppelter Aufstiegs-Trainer Steffen Baumgart in seinem ersten Bundesliga-Spiel ausgerechnet gegen seinen alten Mitspieler eine Niederlage: Mit Bayer-Coach Peter Bosz spielte er 1998 für eine Halbserie bei Hansa Rostock zusammen.

Bayers erste Führungen durch Leon Bailey (10.) und Kai Havertz (19.) konterte Paderborn durch Sven Michel (15.) und Neuzugang Streli Mamba (25.). Die dritte durch Kevin Volland (70.) dann nicht mehr. Für Bayer bedeutet der Sieg eine Erlösung: In den vergangenen drei Jahren hatte die Werkself jeweils das erste Saison-Spiel verloren.

Beide Teams spielten gleich von der ersten Sekunde an nahezu völlig enthemmt nach vorne. Beim frühen Führungstor der Leverkusener sorgte der Videobeweis für eine kuriose Szenerie: Nachdem Bailey den Ball von Volland aus drei Metern über die Linie gedrückt hatte, jubelte fast niemand. Alle waren davon ausgegangen, dass der Jamaikaner im Abseits gestanden hatte. Erst die Ansicht der TV-Bilder machte klar, dass neben Torhüter Jannik Huth auch Kapitän Christian Strohdiek bei der Flanke hinter Bailey gestanden hatte.

Doch die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken und schlugen schon fünf Minuten später durch Michel nach einem fatalen Fehlpass von Julian Baumgartlinger zurück. Baumgartlinger machte sein Missgeschick mit einem Traumpass auf Havertz schnell wieder wett; der Nationalspieler überlupfte Huth zum 2:1.

Doch Mamba schlug wieder zurück. Dabei hatte Leverkusens Abwehrspieler Wendell Glück, dass Schiedsrichter Tobias Stieler nach seinem Handspiel auf der Linie Vorteil laufen ließ und dem Brasilianer wegen des Treffers gemäß Regel 12 letztlich nur Gelb statt Rot und Elfmeter gab.

Auch danach kannten beide Teams vor 26 208 Zuschauern nur eine Richtung: Ab nach vorne! Die größten Chancen zur Führung vor der Pause hatten dann sogar die Gäste, als der pfeilschnelle Christopher Antwi-Adjei eine Hereingabe ganz knapp verpasste (43.) und Sebastian Vasiliadis an Lukas Hradecky scheiterte (44.).

Nach der Pause berappelte sich die Werkself wieder und war nun die dominante Mannschaft. Doch Paderborn verteidigte weiter leidenschaftlich und blieb bei Kontern stets gefährlich. Die erste große Leverkusener Chance der zweiten Halbzeit hatte Volland, der knapp vorbeiköpfte (65.). Auch nachdem Volland auf Hereingabe von Wendell das 3:2 erzielt hatte, war das Spiel längst nicht gelaufen, weil Paderborn nie aufgab. Als die Gäste alles nach vorne warfen, hätte Leverkusen das Ergebnis ausbauen müssen. Doch ausgerechnet Bayers Beste, Havertz (86.) und Bailey (87.), vergaben kläglich.

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