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NRW

Aufwendige Ermittlungen zu Missbrauchsfall

Kriminalität

Freitag, 1. November 2019 - 12:48 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Köln/Bergisch Gladbach. Im Fall des sexuellen Missbrauchs eigener Kinder und Stiefkinder durch mehrere Männer geht die Staatsanwaltschaft Köln von langwierigen Ermittlungen aus. Mit Verweis insbesondere auf die gefundenen Datenmengen sprach Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Freitag von aufwendigen Ermittlungen, die sich voraussichtlich über einen längeren Zeitraum erstrecken werden.

Ulrich Bremer, zuständiger Staatsanwalt, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Marius Becker/dpa

Hinweise, dass es in dem Fall weitere Täter neben den vier festgenommenen Verdächtigen gebe, lägen derzeit nicht vor. „Wir werten jetzt diese Daten aus und wenn sich Hinweise auf weitere Täter ergeben sollten, werden wir diesen nachgehen“, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Nach dem massenhaften Fund von kinderpornografischem Material in einer Wohnung in Bergisch Gladbach sind vier Verdächtige wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen worden. Sie sollen mindestens sechs Kinder missbraucht haben. Das jüngste Opfer sei noch nicht einmal ein Jahr alt. Es handele sich um die Kinder oder Stiefkinder der Verdächtigen, wie die Ermittler am Donnerstag zu dem Fall bekanntgegeben hatten.

Beamte hatten die Wohnung eines 42-Jährigen in Bergisch Gladbach wegen des Verdachts der Kinderpornografie durchsucht. Beim Auswerten des sichergestellten Materials mit einem Datenvolumen von etwa drei Terabyte fanden sich Hinweise darauf, dass der Deutsche in seiner Wohnung Kinder missbraucht, die Taten gefilmt und weiterverbreitet habe. Außerdem führten Spuren zu den drei weiteren Verdächtigen.

Zwei Männer sind im Raum Wesel sowie bei Wiesbaden festgenommen worden und sitzen bereits in Untersuchungshaft. Ein vierter Festgenommener aus Langenfeld sollte am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Am Freitag waren dazu zunächst keine neuen Informationen bei den zuständigen Behörden zu erhalten.

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