Augen von Kind verätzt: Mutter freigesprochen

dpa/lnw Krefeld. Im Prozess um ein durch Nagellackentferner in Augentropfen verletztes Kleinkind ist die angeklagte Mutter vom Landgericht Krefeld freigesprochen worden. Es konnte der Frau laut Gericht nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass sie ihrer damals 22-monatigen Tochter bewusst mit Nagellack versetzte Augentropfen verabreicht hatte. Auch die Staatsanwältin forderte am Mittwoch einen Freispruch. So bleibt offen, wer verantwortlich dafür ist, dass das Kind 2016 Verätzungen der Augen erlitt.

Augen von Kind verätzt: Mutter freigesprochen

Die Fassade des Land- und Amtsgericht in Krefeld. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild

Die 26-jährige Mutter hatte die Tat zum Prozessauftakt am Montag bestritten. Sie habe ihrer Tochter die Tropfen zwar verabreicht, aber nicht gewusst, dass sich darin der ätzende Nagellackentferner befand.

Sie hatte nach dem Vorfall ihren Freund als möglichen Täter beschuldigt. Ihr war deshalb neben der Misshandlung Schutzbefohlener und Körperverletzung auch falsche Verdächtigung vorgeworfen worden. Auch in diesem Punkt wurde sie angesichts der ungeklärten Täterfrage freigesprochen.