Ausmaß des Insektensterbens wird genauer erforscht

dpa/lnw Essen. Das Landesumweltamt will das Ausmaß des Insektensterbens in Nordrhein-Westfalen ermitteln. Wie das Amt am Mittwoch mitteilte, sei das Ausmaß des Insektenschwunds bei der großen Mehrzahl der rund 25 0000 Insektenarten in NRW nicht bekannt. Erforscht sei lediglich der Bestand von rund 3000 in der Roten Liste erfassten Insektenarten. Von ihnen sei gut die Hälfte gefährdet oder bereits ausgestorben. Ziel des landesweiten Projekts sei es daher, sich einen breiteren Überblick zu verschaffen.

Ausmaß des Insektensterbens wird genauer erforscht

Felix Helbing, Mitarbeiter der Universität Osnabrück, zeigt zwei Grüne Heupferde in Fanggläsern. Foto: Marcel Kusch

In Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück sollen in den nächsten drei Jahren die Bestände von Heuschrecken und Tagfaltern erfasst werden. Dazu suchen Mitarbeiter des Projektteams verschiedene Landschaftstypen wie Auen oder Börden stichprobenartig nach den Insektenvölkern ab.

Das NRW-Umweltministerium unterstützt das Forschungsvorhaben mit 570 000 Euro: „Das Insektensterben zeigt, dass in unserem Ökosystem etwas nicht funktioniert“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Mittwoch in Essen.