NRW

Aussterbendes Handwerk: Kaum noch Kürschner und Korbmacher

Handwerk

Freitag, 26. Februar 2021 - 08:44 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. In einigen „aussterbenden“ Handwerksberufen ist die Zahl der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen binnen zehn Jahren drastisch gesunken. So gab es 2018 nur noch 13 Korbmacher - ein Rückgang um rund 76 Prozent seit 2008, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Freitag mitteilte. Als Modisten arbeiteten 2018 noch 40 (minus 64 Prozent) und als Kürschner noch 140 (minus 60 Prozent) Menschen.

Überdurchschnittliche Rückgänge gab es auch bei Drechslern (minus 61 Prozent). Unter den 20 Zweigen mit den stärksten Beschäftigungsschwund sind aber auch größere Gewerke vertreten. So sank die Zahl der Fleischer um fast ein Viertel und die der Klempner um die Hälfte.

Insgesamt betrachtet habe das Handwerk in dem Zeitraum jedoch eine positive Entwicklung genommen, berichteten die Statistiker. Die gesamte Zahl der Beschäftigten lag 2018 mit rund 1,1 Millionen knapp 6 Prozent höher als zehn Jahre zuvor. Der Umsatz sei um ein Viertel auf 129 Milliarden Euro gestiegen.

© dpa-infocom, dpa:210226-99-601748/2

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