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NRW

Auto-Safari in Ostwestfalen: Erster Tierpark öffnet wieder

Gesundheit

Donnerstag, 16. April 2020 - 16:50 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Schloß Holte-Stukenbrock. Auf Zoobesuche mussten Kinder und Familien in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Krise verzichten. Im Safariland Stukenbrock sollen unter strengen Auflagen ab Freitag wieder Löwen und Giraffen bewundert werden können. Aus dem Auto heraus.

Das Safariland Stukenbrock war schon immer anders als andere Tierparks: Giraffen und Zebras schaut man sich aus dem Auto heraus an. Genau das ermöglicht es den Betreibern, ab Freitag wieder zu öffnen. Denn eigentlich müssen Zoos durch die Corona-Krise weiter geschlossen bleiben.

Am Donnerstag habe er die Genehmigung von der Ordnungsbehörde und dem Bürgermeister persönlich bekommen, so der zoologische Leiter Markus Köchling. Das Ganze sei in Absprache mit Kreis und Landesministerium geschehen. Besucherinnen und Besucher können mit dem eigenen Auto kommen und die Tickets an die Fensterscheibe halten. Allerdings dürfen nur Personen aus dem eigenen Haushalt in einem Auto sitzen.

Insgesamt 600 Wildtiere - darunter auch weiße Löwen und Kamele - leben im Safariland. „Die Besucher sollen möglichst alle Tiere sehen, deshalb führt die Route auch durch den gesamten Wildpark“, so Köchling. Insgesamt dauere die Tour rund 45 Minuten. Am Ein- und Ausgang gebe es Toiletten für die Besucher, die würden aber nach jeder Benutzung gesäubert. Der angeschlossene Freizeitpark und die Gastronomie müssten allerdings weiterhin geschlossen bleiben.

„Normalerweise haben wir zwischen 1000 und 1500 Besucher an einem Tag um diese Jahreszeit“, so Köchling. „Wir haben unsere Rücklagen durch die Corona-Krise verbraucht.“ Schließlich blieben die Fixkosten im Safariland trotz Schließung bestehen. „Unsere vier Elefanten kosten uns 1000 Euro pro Tag“, erklärte der zoologische Leiter. Daher hoffe er nun auf zahlreiche Besucher und Unterstützer.

Einige Zoos in NRW berichteten bereits vor zwei Wochen von erwarteten Verlusten in Millionenhöhe. Der Verband der Zoologischen Gärten hatte ein Soforthilfe-Programm für die 56 bei ihm organisierten deutschen Zoos in Höhe von 100 Millionen Euro gefordert.

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