NRW

Autobahn-Verkehr nimmt wieder zu

Verkehr

Dienstag, 12. Mai 2020 - 18:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Gelsenkirchen/Köln. Die massiven Corona-Einschränkungen haben vielerorts zu beinahe leeren Autobahnen geführt. Der Verkehr steigt mit den Lockerungen wieder - ist aber noch deutlich von dem üblichen Aufkommen entfernt.

Auf den nordrhein-westfälischen Autobahnen ist wieder mehr los. Das Verkehrsaufkommen steige langsam, aber stetig wieder an, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstag mit. Zählungen an zehn ausgewählten Autobahnen hätten ergeben, dass in der vergangenen Woche nur noch knapp 30 Prozent weniger Autos und Lastwagen als in Vor-Corona-Zeiten unterwegs waren. „Kurz nach Einführung der Kontaktsperre waren es mehr als 70 Prozent weniger“, berichtete eine Sprecherin. Auf einigen Strecken sei dabei sogar zeitweise bis zu 80 Prozent weniger Verkehr gemessen worden.

Laut Straßen.NRW wird die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in NRW automatisch gemessen. Derzeit gibt es mehr als 340 Zählstellen, die meisten an Autobahnen und Bundesstraßen.

Nach einer Studie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ist in der vergangenen Woche der Pkw-Verkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland noch fast 46 Prozent geringer gewesen als im gleichen Zeitraum vor zwei Jahren (2018), berichtete das IW am Dienstag auf einer anderen Datenbasis. Gleichzeitig seien auch 26 Prozent weniger Lastwagen unterwegs gewesen. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ über die Studie berichtet.

Am massivsten war der Rückgang des Verkehrsaufkommens durch die Corona-Pandemie der Studie zufolge in der ersten Aprilwoche. Damals sei der Pkw-Verkehr um fast zwei Drittel und der Lkw-Verkehr um fast ein Drittel geringer gewesen als normal. Seitdem sei das Verkehrsaufkommen langsam wieder angestiegen, stellt auch das IW fest.

„Die Covid-19-Pandemie hat zu einem bislang ungekannten Stillstand in Deutschland geführt“, betonten die Verfasser der Studie. Aktuell ähnele die Situation auf den Verkehrswegen einem Winterschlaf. Der Lastwagenverkehr sei nicht zuletzt durch die Produktionsausfälle in der Industrie und die Störung der Lieferketten reduziert worden. Beim Personenverkehr wirke sich aus, dass zahlreiche Menschen in Kurzarbeit seien oder im Home-Office arbeiteten und dass die Konsum- und Freizeitmöglichkeiten massiv eingeschränkt seien.

Das Institut nutzte für die Studie so genannte Real-Time-Daten von 78 automatischen Zählstellen an Bundesfernstraßen in NRW. Zum Vergleich zogen die Forscher die letzten verfügbaren Daten des Bundesanstalt für Straßenwesen aus dem Jahr 2018 heran.

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