NRW

BP und Ørsted wollen „grünen“ Wasserstoff produzieren

Energie

Dienstag, 10. November 2020 - 13:42 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Bochum/Lingen. Der Ölkonzern BP und der dänische Energieerzeuger Ørsted wollen gemeinsam sogenannten grünen Wasserstoff produzieren. Dabei handelt es sich um mit Hilfe von erneuerbaren Energien wie Windkraft klimafreundlich hergestellten Wasserstoff. Auf dem Gelände der BP-Raffinerie in Lingen im Emsland wollen die Unternehmen eine 50-Megawatt-Elektrolyseanlage bauen, wie sie am Dienstag mitteilten. Für die Erzeugung soll Strom von Ørsted-Windparks in der Nordsee verwendet werden.

Das Logo von BP ist an einer Tankstelle zu sehen. Foto: Nick Ansell/PA Wire/dpa/Symbolbild

Für „grünen“ Wasserstoff wird ein sogenannter Elektrolyseur mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt und Wasser in Sauerstoff sowie den begehrten Wasserstoff (H2) zersetzt. Somit wird elektrische Energie in Form von Wasserstoff gespeichert.

BP will den Wasserstoff für die Produktion von Kraftstoffen nutzen. Er soll 20 Prozent des bislang mit Erdgas erzeugten Wasserstoffs ersetzen. Die Anlage soll eine Tonne „grünen“ Wasserstoff pro Stunde erzeugen. Die Inbetriebnahme ist für 2024 vorgesehen.

In einer zweiten Phase könnte die Erweiterung der Elektrolyse auf 150 Megawatt ausgebaut werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Käme auch die Herstellung synthetischer Kraftstoffe etwa für die Luftfahrt hinzu, könnten nach Angaben der Unternehmen in einem weiteren Projektschritt Elektrolyse-Kapazitäten von 500 Megawatt entstehen. Mit dem Projekt komme man dem Ziel, „die Betriebsaktivitäten bis spätestens 2050 klimaneutral zu machen, einen wesentlichen Schritt näher“, sagte Wolfgang Langhoff, Chef von BP Europe.

„Grauer“ Wasserstoff wird aus fossilen Energieträgern wie Erdgas gewonnen. Die Erzeugung von „grauem“ Wasserstoff ist mit deutlichen CO2-Emissionen verbunden.

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