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BVB-Sportdirektor Zorc gegen bevorzugte Impfung von Profis

Fußball

Donnerstag, 11. Februar 2021 - 15:04 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Dortmund. Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc hat sich gegen eine bevorzugte Impfung von Fußball-Profis ausgesprochen. „Kein Fußballer - allesamt junge und gesunde Menschen - sollte älteren Menschen oder Pflegekräften, Polizisten und Lehrern eine Impfung zum jetzigen Zeitpunkt wegnehmen“, sagte der 58-Jährige am Donnerstag.

Michael Zorc, Sportdirektor von Dortmund, vor dem Spiel. Foto: Frederic Scheidemann/Getty Images Europe/Pool/dpa/Archivbild

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte am Dienstag dem Internetportal „Sport1“ gesagt, dass Fußballprofis Vorbilder bei der Impfung gegen das Coronavirus sein könnten. „Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung“, sagte er und betonte: „Wir wollen uns überhaupt nicht vordrängen, aber Fußballer könnten als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten.“

Zorc nahm Rummenigge gegen Kritik in Schutz. „Ich glaube, seine Aussage war darauf gerichtet: Wenn im Sommer für alle Impfstoff vorhanden ist, dass man dann einer Vorbildfunktion gerecht werden kann, um für mehr Impfbereitschaft zu werben.“

Ähnlich wie Zorc sprach sich auch Thomas Delaney gegen eine Sonderrolle für Fußballprofis bei der Impfung aus. „Es ist wichtig zu zeigen, dass wir als Fußballer nicht in einer anderen Welt leben. Natürlich wäre es schön, wenn die Fußball-EM klar wäre. Aber wir müssen warten, bis unsere Zeit kommt. So wie alle anderen Leute auf der Welt auch“, sagte der BVB-Mittelfeldspieler.

© dpa-infocom, dpa:210211-99-399874/2


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