NRW

Bangen um Karnevalszüge am Sonntag: Absagen wegen des Sturms

Brauchtum

Sonntag, 23. Februar 2020 - 09:09 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa/lnw Düsseldorf. Dem stürmischen und regnerischen Wetter könnten in Nordrhein-Westfalen immer mehr Karnevalszüge zum Opfer fallen. In Düsseldorf will sich das Festkomitee um 8.00 Uhr treffen und entscheiden, ob das bei Familien beliebte Kö-Treiben auf der Königsallee stattfinden kann, wie ein Sprecher sagte. In Köln sollen die von Hunderttausenden Schaulustigen besuchten Schull- un Veedelszöch zwar stattfinden. Allerdings wurde der Start auf 10.45 Uhr vorverlegt, die Strecke wurde um zwei Kilometer verkürzt. Zugleich warnte die Stadt Köln ihre Bürger davor, sich am Sonntag im Freien aufzuhalten.

Die Stadt Emmerich am Niederrhein sagte ihren Tulpensonntagszug bereits ab. „Der Jeck in mir trauert“, sagte Peter Hinze laut Mitteilung. „Aber bei derartigen Windböen ist es schlicht und einfach zu gefährlich, sich draußen aufzuhalten.“ Die Veranstalter in Emmerich hatten rund 18 000 Menschen zu ihrem Tulpensonntagszug erwartet. Auch den Kinderkarnevalszug in Ratingen sagten die Veranstalter ab. „Wir sind sehr traurig, aber Sicherheit geht vor“, sagte die Vorsitzende des Komitees, Sandra Bottke.

Absagen hatte es am Samstag bereits für die Umzüge in Essen-Kettwig und in Salzkotten im Kreis Paderborn gegeben. Einige Umzüge sollen im Frühjahr nachgeholt werden. In Münster wurde das Karnevalsprogramm am Sonntag wegen der Sturmwarnung gekürzt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Sonntagmorgen in ganz NRW vor Sturmböen bis Windstärke 9. Besonders kräftige Böen werde es in der Region rund um Aachen und im Bergland geben, sagte ein Meteorologe des DWD in Essen. Dazu regnet es heftig und fast pausenlos. 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter werde es in vielen Regionen geben. Am Rosenmontag soll der Wind dann deutlich abflauen.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.