Batteriefabrik Münster: NRW stellt Planungen vor

dpa/lnw Düsseldorf. Im Sommer bekam Münster den Zuschlag für die künftige Batterieforschungsfabrik. Die Vergabe ausgerechnet an die Heimatregion der Bundesforschungsministerin sorgt seitdem für Kritik. NRW beginnt derweil mit der Umsetzung des Millionen-Projekts.

Batteriefabrik Münster: NRW stellt Planungen vor

Anja Karliczek (CDU). Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Während der Streit um die Standortvergabe der millionenschweren Batterieforschungsfabrik an Münster weiter schwelt, schreiten die Planungen für das Projekt voran. NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wollen heute in Düsseldorf den aktuellen Stand des Projekts vorstellen. Anlass sei der jüngst erlassene, erste Zuwendungsbescheid des Bundesforschungsministeriums an die Fraunhofer-Gesellschaft, teilten die Ministerien mit. Die Gesellschaft koordiniert den Aufbau und Betrieb der Batterieforschungsfabrik in Münster.

Deutschland will in den zukunftsträchtigen Markt für Batteriezellen für Elektroautos einsteigen. Derzeit wird Europa von Asien abgehängt. Bisher werden nach offiziellen Angaben rund 84 Prozent der Batterien weltweit in Asien produziert und nur etwa drei Prozent in Europa.

Der Bund hatte Münster, der Heimatregion von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU), den Zuschlag für die Forschungsfabrik gegeben. Er fördert das Projekt mit 500 Millionen Euro, von denen der Löwenanteil an Münster gehen wird. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg waren mit ihren Standortvorschlägen gescheitert. Das sorgte für heftige Kritik.