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Bayer veröffentlicht Zahlen zum Geschäftsverlauf

Chemie

Dienstag, 3. November 2020 - 03:01 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Leverkusen. Mit dem Kauf des US-Konkurrenten Monsanto wollte sich Bayer zum hochprofitablen Marktführer aufschwingen. Doch eine Erfolgsstory ist die milliardenschwere Transaktion bisher nicht - ganz im Gegenteil. Nun kommen neue Geschäftszahlen auf den Tisch.

Das Bayer Kreuz, Logo des Unternehmens Bayer. Foto: Oliver Berg/dpa/Archivbild

Erstmals nach einer Gewinnwarnung legt der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer am heutigen Dienstag Quartalszahlen (7.30 Uhr) auf den Tisch. Ende September hatten die Leverkusener ein weiteres Sparprogramm verkündet und geschäftlich einen „erheblichen Gegenwind“ durch die Covid-19-Pandemie eingestanden, vor allem in der Landwirtschaft. Der 2018 für viel Geld gekaufte US-Konkurrent Monsanto entwickelt sich nicht zur erhofften Ertragsperle, sondern zum Bremsklotz. Vorstandsboss Werner Baumann und Finanzchef Wolfgang Nickl wollen sich am Dienstagmorgen vor Journalisten und Anlegern zu dieser Sparte und anderen Bereichen äußern.

In der Landwirtschaft sind die Preise für Nutzpflanzen wegen der Coronapandemie niedrig. Da es sich häufig kaum lohnt, entscheiden sich viele Bauern gegen den Anbau von Mais und anderen Pflanzen und benötigen daher weniger Saatgut. Auch beim Soja sind die Preise im Keller. Das trifft Bayer. Die Leverkusener rechnen mit einer Sonderabschreibung im Agrargeschäfts im mittleren bis oberen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich, wie sie vor gut einem Monat bekanntgaben.

Immerhin eine gute Nachricht erreichte Bayer kürzlich aus den USA, wo die Umweltbehörde EPA den umstrittenen Unkrautvernichter Dicamba für fünf Jahre genehmigt hat. Ein anderes Herbizid sorgt seit langem für Ärger: Glyphosat. Wegen Krebsgefahr haben viele US-Bürger Klagen gegen Bayer eingereicht, Bayer hält Glyphosat bei sachgemäßer Anwendung aber für sicher. Im Sommer schloss die Firma einen Vergleich ab, der 125 000 Klagen betraf und rund 10 Milliarden Euro kostet. Allerdings ist ein Seitenstrang der Einigung noch offen - eine Regelung, derzufolge auch zukünftige Klagen in den Vergleich fallen, wurde von einem US-Gericht beanstandet. Nun arbeiten Bayer und die Klägerseite daran, wie sie diesen Part gerichtsfest formulieren können.

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